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Die Geschichte der Stadt (1931)

Die Geschichte der Stadt, Teil 4

(Geschätzte Lesezeit: 10 - 19 Minuten)

Die Schulen

Die evangelisch-lutherische Volksschule

Aus dem Testament des Vikars Cord Woltmann vom Jahre 1509 geht hervor, daß um diese Zeit in Gronau bereits eine Schule bestanden hat; denn es ist darin von einem "M e ß te r", d. h. Schulmeister, die Rede. Damit erschöpft sich aber auch unsere Kenntnis vom Schulwesen der Stadt Gronau in der vorreformatorischen Zeit. Die ersten spärlichen Nachrichten stammen dann erst wieder aus dem Jahre 1543. Sie sind in dem Berichte zu finden, den Anton Corninus im Anschluß an die Einführung der Reformation erstattete, dem sog. Bisitationsberichte. Der betreffende Abschnitt in dem "Abscheidt zu Gronau, dem radt daselbe gegeben 1543" lautet:

"Nachdem auch dem Schulmeister ein Loraten (Gehilfen), der ine die Arbeit der Institution tragen helfe, von nothen, so wollen wir im zu solcher behus das lehn im gerbhause, so jetzo her  Tuttelebe hat und nichts dafür thut, zugeordnet haben, und so sich Irrungen hirin zutragen würden, , will ich, Corninus, bei die von gronow gern treten, uns solch lehn der Jugendt zu gut verstehn und erhalten helfen, haben auch keinen Zweifel unser g.f. und fraw (Gnädige Fürstin und Frau, d. i. die herzogin Elisabeth, die damals für ihren minderjährigen Sohn Erich den Jüngeren die Vormundtschaft führte) werde hirin aus Christlichem, fürstlichen gemüt auch gerne das beste thun. Nachdem die Cüsterei zu gronow iere übel verstehn, und dar die Desolarkirche zu Leie (Die Kirche des zerstörten Dorfes Lehde)ungeserlich 8 morg. landet hat, die von den Boden und Doetzum herkommen, so sollen dieselbige bei die Küstrei ewiglich gelegt und verordnet sein, doch mit dem Gedinge, daß ein jeder Küster, sooft einer angenommen wird, solche Acker von gemesten beiden geschlechtern zu lehn entpfahe und inen an irer gerichtlichkeit keinen abbruch thue".

An einer anderen Stelle dieses Berichtes heißt es:

"Zum dritten fordert auch die hohe noth, das die Schule der jugend zum besten versehn und ein jeder Schulmeister versorget werde. Weil den für (vor) disser Zeit unser g. f. das lehn Anbreae zu solcher Schule gelegt, so lassen wir es also dabei bleiben. Nachdem aber solch lehn nicht mehr den zehen floren hat (nicht mehr als 10 Gulden einbringt), so soll hinfurdt die helfte des lehns Mariae Rovar (ein Nebenaltar in der St. Matthäikirche, der also mit einem eigenen Lehen ausgestattet war), wie sie heißen, so jetzo ein pfaff zu Hildenßheim hat, zu solcher Schule von Stundt an verordnet sein; so sich aber gemeldeter priester zu hildenßheim zum Evangelio begeben und dasselbig treulich predigen wolle (d. h. wenn er evangelischer Pfarrer werden will), so soll er mich, den Superintendenten Convinus, ansuchen, wil ich ine zu einem guten pfar helfen. Die andere helfte sol nach absterben her Gnehage auch bei die Schule gelegt sein und dabei pleiben, doch den Gnehagen an irer Collation ohn schaden, den es hat sich ein jeder Schulmeister das er solch lehn von inen entpfange, nicht zu beschweren".

Aus diesen Einzelheiten, so aufschlußreich sie in mancher Hinsicht sind, läßt sich für die Geschichte des Gronauer Schulwesens nichts anderes entnehmen, als daß es zu jener Zeit hier schon mehrere Schulstellen gegeben hat. Über Art und Inhalt des Unterrichts erfährt man nichts, doch dürfte er im Wesentlichen nur Bibel- und Katechismus-Unterweisung  und vielleicht Lesen und Schreiben (lateinisch)  sowie Rechnen umfaßt haben. Die Schulstellen waren, wie fast überall, hauptsächlich mit Landbesitz ausgestattet, und zu den Einkünften daraus traten noch Leistungen an Holz und Getreide. Diese Art der Lehrerbesoldung hat sich lange gehalten, bei uns bis ins 20. Jahrhundert hinein. An mehrklassigen Schulen gab es eine bestimmte Stufenfolge der Stellen; jeder Lehrer wurde für eine besondere Klasse angestellt und erhielt die an diese Klasse gebundenen Einkünfte. Die gleiche Besoldung aller Lehrer mit gleicher Ausbildung und gleicher Amtsstellung an gleicher Schulart ist eine Errungenschaft erst der neuesten Zeit. 

Während zum Ende des 18. Jahrhunderts nur die Tatsache des Bestehens einer Lateinschule in Gronau berichtet wird, fangen mit dem neuen Jahrhundert die Nachrichten an, etwas reichlicher zu fließen. Seit 1616 haben wir ein Verzeichnis der hier tätigen Rektoren. Um 1648 besaß die Gronauer evangelische  Schule drei Lehrer: einen Rektor, einen Konrektor und einen Kantor. Die beiden ersten mußten "Literati" sein, oder wie man heute sagen würde, Leute mit Hochschulbildung. Denn das Lateinische bildete damals noch den Hauptunterrichtsgegenstand. Daher findet man in den alten Urkunden, die, wenn überhaupt, stets in sehr schlechtem Deutsch abgefaßt sind, so viele lateinische Brocken.

Das Konrektoramt ging im Jahre 1718 mit Johannes Fanter ein, und das Einkommen dieser Stelle wurde den beiden anderen Schulstellen zugelegt. Erst im Jahre 1928 wurde das Amt eines Konrektors aufs neue eingerichtet; es bekleidet seitdem der Lehrer Marhenke.

Der letzte der alten Kantoren war Johann Heinrich Friedrich Elbe, der auch das Küsteramt versah. Als er 1822 starb, ward der Kantordienst mit der Rektorstelle, der Küsterdienst hingegen mit der Organistenstelle verbunden. Es wurde nun auch ein dritter Lehrer angestellt; der hauptsächlich die unteren Jahrgänge der Schulkinder zu unterweisen, daneben aber auch noch den zweiten Klingelbeutel in der Kirche zu tragen hatte.  Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts, also 1890, trennte man den Küsterdienst von der Lehrerstelle ab und übertrug ihn den Kirchenvorstehern. Schon früher war der sogenannte niedere Küsterdienst auf einen Kirchlehrer übergegangen, während der höhere Küsterdienst, wie Besorgen des Taufwassers, des Abendmahlsweins und der Hostien, Reinigen der Taufhandtücher und der Abendmahlgefäße, Einschreiben der Paten, Zählen der Klingelbeutelgelder, noch dem Organisten oblag, der ja stets ein Lehrer war. Im Jahre 1922 wurde der gesamte Kirchendienst von den Lehrerstellen abgetrennt und zu einem von der Kirche durch freien Vertrag vergebenen Organisten- und Kantoramt vereinigt. Einen vierten Lehrer bekam die evangelische Volksschule um Jahre 1881.

Der Unterricht der Mädchen lag bis zum Jahre 1788 - allerdings wissen wir nicht, seit wann - in den Händen einer Lehrerin, der sogenannten "Lehrwase". Ddann wurde die Mädchenklasse, die infolge des fehlenden strengen Schulzwanges wahrscheinlich recht klein war, dem Organisten zugewiesen. Später unterrichteten Lehrer Knaben und Mädchen gemeinsam. Seite etwa 25 Jahren (1906) sind an der Schule eine bzw. zwei Lehrerinnen angestellt. 

Neben der Volksschule bestand in Gronau etwa um die Mitte des vorigen Jahrhunderts (1850) noch eine Privatschule, das sog. "Felsbergsche Institut", eine Anstalt, die ihren Schülern eine weitergehende Bildung zu vermitteln suchte.  Daran unterrichteten neben dem Leiter Dr. Felsberg ein Franzose und eine Engländerin. Die Schulgebäude befanden sich in dem jetzt der Stadt gehörigen Bock von Wülfingenschen Hause. Lange Jahre hat diese Anstalt, die übrigens mit einem Schülerheim verbunden war, erfolgreich gearbeitet. Schließlich ging sie wegen Schülermangels ein, aber schon nach einigen Jahren entstand eine neue Privatschule im Hause Bruns vor dem Leintore. Die Leitung hatte in cand. phil. Scholl. Auch sie konnte sich nicht lange halten. Aber wieder wurde bald nach ihrem Eingehen eine dritte derartige Anstalt aufgemacht (Bredemeyer), und zwar in Hennies´Hause auf der Südstraße. Es glückte ihr jedoch nicht besser als ihren Vorgängerinnen; die Unterhaltung stellte sich bei der geringen Schülerzahl zu teuer, und der Versuch mußte abermals aufgegeben werden. Noch einmal wagte man es in den siebziger Jahren mit einer solchen Schule in Herings Hause; außer einem besonderen Lehrer, H. Beper, erteilten daran stundenweise in bestimmten Fächern der Rektor der Volksschule, der zweite Pfarrer, der Apotheker und der Stadtkapellmeister (im Singen) Unterricht. Trotz dieser sparsamen Einrichtung war die Anstalt nicht lebensfähig.

Um nun das unleugbar vorhandene Bedürfnis nach einer Schule mit größerer Bildungsmöglichkeit zu befriedigen, wurde im Jahre 1882 die evangelische Volksschule durch Anfügung einer 1. Gehobenen Schulabteilung erweitert. Sie brachte ihre Schüler zunächst bis zur Untertertia einer höheren Schule; 1920 wurde dann eine besondere Verbindung zum Andreas-Realgymnasium in Hildesheim hergestellt, und dadurch konnte das Ziel der Gehobenen Abteilung auf Obertertia und für die Mädchen auf die zweite Klasse einer "höheren Mädchenschule" hinaufgesetzt werden. Die Schülerzahl schwankte zwischen 55 und 193, war also teilweise als recht gut zu bezeichnen. Bestanden hat die Gehobene Schulabteilung bis zum Jahre 1929. als eine Kreismittelschule eingerichtet wurde.

Auf die Geschichte des Schulwesens im besonderen, d. h. auf die Unterrichtsgegenstände, ihre Behandlung und allmähliche Erweiterung und alle sonstigen mit den Begriffen Lehrer und Schule und Elternhaus verbundenen Fragen soll hier nicht näher eingegangen werden, da sie genügend deutlich nur in größerem Zusammenhang behandelt werden könnten, den Rahmen dieser Arbeit also sprengen würden.

Die Nachrichten über die Lehrer, die an der evangelischen Volksschule in Gronau tätig gewesen sind, reichen nach Röbbelens Stadtgeschichte und einem Nachtrag dazu von Pastor D. Bückmann bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es werden gerannt:

 

Rektoren

01  Henr. Brodersen                        gest. 1616
02  Bartold Leweken            ab 1627
03  Pantaleon Heineccius (1)                                 ab 1634

(1) Der gute Mann hieß Heinecke, mußte aber nach damaliger "Sitte" seinen guten deutschen Namen durch eine lateinische Endung verschönern!  

04  Joh. Rungius (er hieß Runge) gest. 1641
05  Joh. Schuhmann ab 1645
06  Henr. Grusius (er hieß Gruse)     gest. 1648
07 P. Hermann Travenius  ab 1651 
08 Henning Auhagen  ab 1653
09 Joh. Joachim Borchers  ab 1657 
10 Heinr. Olmers  ab 1660 
11 Thomas Starke  ab 1669 
12 M. Johann Richter  ab 1675 
13 Jakob Pleiß  ab 1677 
14 Dav. Friedrich Reuhusius (er hieß Reuhaus)      ab 1687 
15 Barthold Lüdeken  ab 1689
16 Justus Pleiß  ab 1692
17 Joh. Justus Brase  ab 1693 
18 Koch  gest. 1719 
19 Joh. Christian Lüdeke  ab 1733 
20 Ludwig Fischer  ab 1747
21 Joh. Peters (Amtshelfer des vorigen)  ab 1799 
22 Karl Petri  ab 1801
23 Friedr. August Röbbelen  ab 1807
24 Joh. Friedrich Oelkers  ab 1813 
25 Heinr. Vilhelm Voßhage  ab 1820 
26 Dietrich Helberg  1855-1876 
27 August Seper  1876-1906 
28 Heinr. Kölling  seit 1906 

Konrektoren

01 Johann Köler                                                   bis 1651     
02 Franz Erich Linekogel  bis 1655
03 Karl Fischer  bis 1656
04 Heinr. Olem  bis 1659
05 Herm. Creth  bis 1660
06 Christoph Petri  bis 1677
07 Justus Pleiß (nachher Rektor)  bis 1686 
08 Georg Rese  bis 1692
09 Joh. Christian Lange  bis 1713
10 Joh. Fanter  bis 1718
11 Adolf Marhenke  seit 1928

Kantoren

01 Johann Matthias Kahle                                      1718-1752

 Von 1751-1801 war die Stelle nicht besetzt

02 Johann Heinr. Friedr. Elbe                                 1801-1822

Von 1822-1907 wurde der Kantordienst vom jeweiligen Rektor versehen, dann wurde der 2. Lehrer Kantor.

Organisten

01 Johann Jeinsen                                                 ab 1622   
02 Johann Saggitarius (Lehrer) ab 1642
03 Christoph Grimm ab 1668
04 Joh. Otto Ostmann ab 1681
05 Joh. Georg Kramer ab 1718
06 Georg Aug. Ludwig Oelkers ab 1786
07 Georg August Oelkers (Sohn von 06) ab 1820
08 Ziesenis etwa 1850
09 Wilhelm Grußendorf (1) ab 1854
10 Wilhelm Schramme 1891-1922

(1) Ging 1885 als Lehrer ab, behielt aber den Kirchendienst noch bis 1891

Die Rektoren waren die 1. Lehrer, die Organisten bzw. die Konrektoren und die Kantoren hatten die 2. Schulstelle inne. W. Schramme wurde 1885 zweiter Lehrer, aber erst 1891 auch Organist. Als der damalige Rektor Seper aus Gesundheitsrücksichten 1902 die erste Lehrerstelle aufgab und die 3. Klasse übernahm, wurde Schramme 1. Lehrer (bis 1922).

Dritte Lehrer

Bertefeld                                                                bis 1850
Deppe bis 1876
Mönkmeyer  bis 1878
Schramme bis 1882
Osterwald bis 1886 (gest. in Gronau)

Vierte Lehrer

Biermann                                                                ab 1881
Ohe ab 1885
Bödeker ab 1886
Lämmerhirt ab 1890

 

 Im Jahre 1897 wurde die Einstufung der Lehrer nach Stellen aufgehoben, sie wurden einfach als "Lehrer in Gronau" angestellt und erhielten eine Schulstelle überwiesen. Da die Schülerzahl sehr wuchs und die Klassenbesucherzahl herabgesetzt ward, waren neue Klassen nötig. Es wurden von 1900-1930 noch eine 5., 6., und 7. Klasse eingerichtet. Außer den bereits genannten Lehrern waren an der Volksschule tätig:

Lehrer

Burgdorf ab 1901 (später an d. 1. Schulabteilung), Hermann ab 1902, Heinemann ab 1904, Bade ab 1907, Dörpmund ab 1908, Marhenke ab 1912, Meine ab 1913, Brase ab 1914, Wille ab 1913, Daab ab 1915, Kurmeyer ab 1919, Beckmann ab 1921, Wiehenkel ab 1923, Deville ab 1923, W. Hake ab 1927, Reineke ab 1928, Weber ab 1928. (Die nur vorübergehend beschäftigten Lehrer sind nicht aufgeführt). Am Weltkriege nahmen von Gronau aus teil: Marhenke, Meine, Wille, Brase.

 

Lehrerinnen

Wilhelmine Schimmel (hauptsächlich Handarbeitslehrerin), Elisabeth Reinbeck, Margarete Friedrich, Beatrice Ernst, Hanna Schütze, Margarete Huch, Auguste Klaaßen, Lina Bergmann, Frau Gertrud Kölling. 

Von Ihnen gingen M. Huch und A. Klaaßen an die Gehobene Schulabteilung über, die letztgenannte 1929 an die Kreismittelschule. 

 

Die Gehobene Schulabteilung

Leiter

Cand. phil. Hilmer 1882-1883, cand. theol. Vogt bis 1888, cand. theol. Senshorn bis 1890, cand. theol. Wolperding bis 1893, cand. theol. Kleine bis 1902, von 1902-1929 der Rektor der Volksschule H. Kölling.

Lehrer

Falke ab 1882, Hilmer ab 1898, Bolze ab 1898, Rordhoff ab 1890, Mußmann ab 1890, U. Hake ab 1902, Burgdorf ab 1903, Fleischer ab 1904, Denecke ab 1904, Schirmer ab 1906, Aumüller ab 1910, Siep ab 1912, Schaper ab 1913, Bumer ab 1920. - Von ihnen gingen später als Rektoren: Falke nach Alfeld, Mußmann nach Badenstedt, Bolze nach Bockenem. Am Weltkriege nahmen Siep und Schaper teil; letzter ist 1918 gefallen.

 

Lehrerinnen

Martha Roehl, Martha Buffernius, Emma Hinze, Marie Niemeyer, Martha Munke, Margarete Huch und Auguste Klaaßen.

 

Die Unterrichtsräume befanden sich bis zum Jahre 1831 in dem am Kirchplatze gelegenen, jetzt Reese, Riefenstahl und Brandes gehörenden Wohnhäusern, die zugleich auch die Lehrerwohnungen enthielten. Im Jahre 1831 wurde am Markt ein neues Schulgebäude errichtet, das heutige Rathaus (jetzt Verwaltungsgebäude II). Es hatte 3 Klassenräume, 2 Familienwohnungen für verheiratete und eine kleine Wohnung für einen unverheirateten Lehrer. Aber bereits nach wenigen Jahrzehnten erwiesen sich die Räumlichkeiten für die ständig wachsende Schülerzahl als zu klein. In den 1870er Jahren besuchten rund 80 Schüler die 1., 80 die 2. und 120 die dritte Klasse, sodaß die Gesamtschülerzahl bald an 300 heranreichte. Es konnte nicht einmal jedes Kind einen Sitzplatz bekommen! Als dann 1881 noch ein vierter Lehrer angestellt wurde, mußte eine Klasse anderswo untergebracht werden; man richtete einen Raum im Hintergebäude des Brunotteschen Hauses dafür ein. Schließlich schuf man einige Abhilfe, in dem man den Lehrern Privatwohnungen anwies und die dadurch freigewordenen Räume als Schulzimmer benutzte; nur die Wohnungen des vierten Lehrers und des Schulwärters blieben im Schulhause. Nun konnte auch die Privatschule, die bisher in gemieteten Räumen untergebracht war, in den freien Lehrerwohnungen Unterkunft finden.

Volksschule 1Aber auch diese Regelung blieb ein Notbehelf. Die Schülerzahl wuchs weiter, und die Schulräume entsprachen in Größe, Luft und Licht nicht den gesundheitlichen Anforderungen. Daher sah sich die Stadt genötigt, ein neues, großes zeitgemäßes Schulhaus zu erbauen. Im Jahre 1896 erstand an der Junkernstraße, nach dem Plane des Architekten Börgemann aus Hannover, ein neues Volksschulgebäude, das allen billigen Ansprüchen gerecht wurde und heute noch wird. Es bot Raum für die damals sechsklassig gewordene Volksschule, für die Gehobene Schulabteilung und außerdem auch für die Städtische Fortbildungsschule. Das alte Schulgebäude am Markte wurde als Rathaus und Stadtsparkasse eingerichtet.

 

Die Schulen

Die evangelisch-lutherische Volksschule

Aus dem Testament des Vikars Cord Woltmann vom Jahre 1509 geht hervor, daß um diese Zeit in Gronau bereits eine Schule bestanden hat; denn es ist darin von einem "M e ß te r", d. h. Schulmeister, die Rede. Damit erschöpft sich aber auch unsere Kenntnis vom Schulwesen der Stadt Gronau in der vorreformatorischen Zeit. Die ersten spärlichen Nachrichten stammen dann erst wieder aus dem Jahre 1543. Sie sind in dem Berichte zu finden, den Anton Corninus im Anschluß an die Einführung der Reformation erstattete, dem sog. Bisitationsberichte. Der betreffende Abschnitt in dem "Abscheidt zu Gronau, dem radt daselbe gegeben 1543" lautet:

"Nachdem auch dem Schulmeister ein Loraten (Gehilfen), der ine die Arbeit der Institution tragen helfe, von nothen, so wollen wir im zu solcher behus das lehn im gerbhause, so jetzo her  Tuttelebe hat und nichts dafür thut, zugeordnet haben, und so sich Irrungen hirin zutragen würden, , will ich, Corninus, bei die von gronow gern treten, uns solch lehn der Jugendt zu gut verstehn und erhalten helfen, haben auch keinen Zweifel unser g.f. und fraw (Gnädige Fürstin und Frau, d. i. die herzogin Elisabeth, die damals für ihren minderjährigen Sohn Erich den Jüngeren die Vormundtschaft führte) werde hirin aus Christlichem, fürstlichen gemüt auch gerne das beste thun. Nachdem die Cüsterei zu gronow iere übel verstehn, und dar die Desolarkirche zu Leie (Die Kirche des zerstörten Dorfes Lehde)ungeserlich 8 morg. landet hat, die von den Boden und Doetzum herkommen, so sollen dieselbige bei die Küstrei ewiglich gelegt und verordnet sein, doch mit dem Gedinge, daß ein jeder Küster, sooft einer angenommen wird, solche Acker von gemesten beiden geschlechtern zu lehn entpfahe und inen an irer gerichtlichkeit keinen abbruch thue".

An einer anderen Stelle dieses Berichtes heißt es:

"Zum dritten fordert auch die hohe noth, das die Schule der jugend zum besten versehn und ein jeder Schulmeister versorget werde. Weil den für (vor) disser Zeit unser g. f. das lehn Anbreae zu solcher Schule gelegt, so lassen wir es also dabei bleiben. Nachdem aber solch lehn nicht mehr den zehen floren hat (nicht mehr als 10 Gulden einbringt), so soll hinfurdt die helfte des lehns Mariae Rovar (ein Nebenaltar in der St. Matthäikirche, der also mit einem eigenen Lehen ausgestattet war), wie sie heißen, so jetzo ein pfaff zu Hildenßheim hat, zu solcher Schule von Stundt an verordnet sein; so sich aber gemeldeter priester zu hildenßheim zum Evangelio begeben und dasselbig treulich predigen wolle (d. h. wenn er evangelischer Pfarrer werden will), so soll er mich, den Superintendenten Convinus, ansuchen, wil ich ine zu einem guten pfar helfen. Die andere helfte sol nach absterben her Gnehage auch bei die Schule gelegt sein und dabei pleiben, doch den Gnehagen an irer Collation ohn schaden, den es hat sich ein jeder Schulmeister das er solch lehn von inen entpfange, nicht zu beschweren".

Aus diesen Einzelheiten, so aufschlußreich sie in mancher Hinsicht sind, läßt sich für die Geschichte des Gronauer Schulwesens nichts anderes entnehmen, als daß es zu jener Zeit hier schon mehrere Schulstellen gegeben hat. Über Art und Inhalt des Unterrichts erfährt man nichts, doch dürfte er im Wesentlichen nur Bibel- und Katechismus-Unterweisung  und vielleicht Lesen und Schreiben (lateinisch)  sowie Rechnen umfaßt haben. Die Schulstellen waren, wie fast überall, hauptsächlich mit Landbesitz ausgestattet, und zu den Einkünften daraus traten noch Leistungen an Holz und Getreide. Diese Art der Lehrerbesoldung hat sich lange gehalten, bei uns bis ins 20. Jahrhundert hinein. An mehrklassigen Schulen gab es eine bestimmte Stufenfolge der Stellen; jeder Lehrer wurde für eine besondere Klasse angestellt und erhielt die an diese Klasse gebundenen Einkünfte. Die gleiche Besoldung aller Lehrer mit gleicher Ausbildung und gleicher Amtsstellung an gleicher Schulart ist eine Errungenschaft erst der neuesten Zeit. 

Während zum Ende des 18. Jahrhunderts nur die Tatsache des Bestehens einer Lateinschule in Gronau berichtet wird, fangen mit dem neuen Jahrhundert die Nachrichten an, etwas reichlicher zu fließen. Seit 1616 haben wir ein Verzeichnis der hier tätigen Rektoren. Um 1648 besaß die Gronauer evangelische  Schule drei Lehrer: einen Rektor, einen Konrektor und einen Kantor. Die beiden ersten mußten "Literati" sein, oder wie man heute sagen würde, Leute mit Hochschulbildung. Denn das Lateinische bildete damals noch den Hauptunterrichtsgegenstand. Daher findet man in den alten Urkunden, die, wenn überhaupt, stets in sehr schlechtem Deutsch abgefaßt sind, so viele lateinische Brocken.

Das Konrektoramt ging im Jahre 1718 mit Johannes Fanter ein, und das Einkommen dieser Stelle wurde den beiden anderen Schulstellen zugelegt. Erst im Jahre 1928 wurde das Amt eines Konrektors aufs neue eingerichtet; es bekleidet seitdem der Lehrer Marhenke.

Der letzte der alten Kantoren war Johann Heinrich Friedrich Elbe, der auch das Küsteramt versah. Als er 1822 starb, ward der Kantordienst mit der Rektorstelle, der Küsterdienst hingegen mit der Organistenstelle verbunden. Es wurde nun auch ein dritter Lehrer angestellt; der hauptsächlich die unteren Jahrgänge der Schulkinder zu unterweisen, daneben aber auch noch den zweiten Klingelbeutel in der Kirche zu tragen hatte.  Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts, also 1890, trennte man den Küsterdienst von der Lehrerstelle ab und übertrug ihn den Kirchenvorstehern. Schon früher war der sogenannte niedere Küsterdienst auf einen Kirchlehrer übergegangen, während der höhere Küsterdienst, wie Besorgen des Taufwassers, des Abendmahlsweins und der Hostien, Reinigen der Taufhandtücher und der Abendmahlgefäße, Einschreiben der Paten, Zählen der Klingelbeutelgelder, noch dem Organisten oblag, der ja stets ein Lehrer war. Im Jahre 1922 wurde der gesamte Kirchendienst von den Lehrerstellen abgetrennt und zu einem von der Kirche durch freien Vertrag vergebenen Organisten- und Kantoramt vereinigt. Einen vierten Lehrer bekam die evangelische Volksschule um Jahre 1881.

Der Unterricht der Mädchen lag bis zum Jahre 1788 - allerdings wissen wir nicht, seit wann - in den Händen einer Lehrerin, der sogenannten "Lehrwase". Ddann wurde die Mädchenklasse, die infolge des fehlenden strengen Schulzwanges wahrscheinlich recht klein war, dem Organisten zugewiesen. Später unterrichteten Lehrer Knaben und Mädchen gemeinsam. Seite etwa 25 Jahren (1906) sind an der Schule eine bzw. zwei Lehrerinnen angestellt. 

Neben der Volksschule bestand in Gronau etwa um die Mitte des vorigen Jahrhunderts (1850) noch eine Privatschule, das sog. "Felsbergsche Institut", eine Anstalt, die ihren Schülern eine weitergehende Bildung zu vermitteln suchte.  Daran unterrichteten neben dem Leiter Dr. Felsberg ein Franzose und eine Engländerin. Die Schulgebäude befanden sich in dem jetzt der Stadt gehörigen Bock von Wülfingenschen Hause. Lange Jahre hat diese Anstalt, die übrigens mit einem Schülerheim verbunden war, erfolgreich gearbeitet. Schließlich ging sie wegen Schülermangels ein, aber schon nach einigen Jahren entstand eine neue Privatschule im Hause Bruns vor dem Leintore. Die Leitung hatte in cand. phil. Scholl. Auch sie konnte sich nicht lange halten. Aber wieder wurde bald nach ihrem Eingehen eine dritte derartige Anstalt aufgemacht (Bredemeyer), und zwar in Hennies´Hause auf der Südstraße. Es glückte ihr jedoch nicht besser als ihren Vorgängerinnen; die Unterhaltung stellte sich bei der geringen Schülerzahl zu teuer, und der Versuch mußte abermals aufgegeben werden. Noch einmal wagte man es in den siebziger Jahren mit einer solchen Schule in Herings Hause; außer einem besonderen Lehrer, H. Beper, erteilten daran stundenweise in bestimmten Fächern der Rektor der Volksschule, der zweite Pfarrer, der Apotheker und der Stadtkapellmeister (im Singen) Unterricht. Trotz dieser sparsamen Einrichtung war die Anstalt nicht lebensfähig.

Um nun das unleugbar vorhandene Bedürfnis nach einer Schule mit größerer Bildungsmöglichkeit zu befriedigen, wurde im Jahre 1882 die evangelische Volksschule durch Anfügung einer 1. Gehobenen Schulabteilung erweitert. Sie brachte ihre Schüler zunächst bis zur Untertertia einer höheren Schule; 1920 wurde dann eine besondere Verbindung zum Andreas-Realgymnasium in Hildesheim hergestellt, und dadurch konnte das Ziel der Gehobenen Abteilung auf Obertertia und für die Mädchen auf die zweite Klasse einer "höheren Mädchenschule" hinaufgesetzt werden. Die Schülerzahl schwankte zwischen 55 und 193, war also teilweise als recht gut zu bezeichnen. Bestanden hat die Gehobene Schulabteilung bis zum Jahre 1929. als eine Kreismittelschule eingerichtet wurde.

Auf die Geschichte des Schulwesens im besonderen, d. h. auf die Unterrichtsgegenstände, ihre Behandlung und allmähliche Erweiterung und alle sonstigen mit den Begriffen Lehrer und Schule und Elternhaus verbundenen Fragen soll hier nicht näher eingegangen werden, da sie genügend deutlich nur in größerem Zusammenhang behandelt werden könnten, den Rahmen dieser Arbeit also sprengen würden.

Die Nachrichten über die Lehrer, die an der evangelischen Volksschule in Gronau tätig gewesen sind, reichen nach Röbbelens Stadtgeschichte und einem Nachtrag dazu von Pastor D. Bückmann bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es werden gerannt:

 

Rektoren

01  Henr. Brodersen                        gest. 1616
02  Bartold Leweken            ab 1627
03  Pantaleon Heineccius (1)                                 ab 1634

(1) Der gute Mann hieß Heinecke, mußte aber nach damaliger "Sitte" seinen guten deutschen Namen durch eine lateinische Endung verschönern!  

04  Joh. Rungius (er hieß Runge) gest. 1641
05  Joh. Schuhmann ab 1645
06  Henr. Grusius (er hieß Gruse)     gest. 1648
07 P. Hermann Travenius  ab 1651 
08 Henning Auhagen  ab 1653
09 Joh. Joachim Borchers  ab 1657 
10 Heinr. Olmers  ab 1660 
11 Thomas Starke  ab 1669 
12 M. Johann Richter  ab 1675 
13 Jakob Pleiß  ab 1677 
14 Dav. Friedrich Reuhusius (er hieß Reuhaus)      ab 1687 
15 Barthold Lüdeken  ab 1689
16 Justus Pleiß  ab 1692
17 Joh. Justus Brase  ab 1693 
18 Koch  gest. 1719 
19 Joh. Christian Lüdeke  ab 1733 
20 Ludwig Fischer  ab 1747
21 Joh. Peters (Amtshelfer des vorigen)  ab 1799 
22 Karl Petri  ab 1801
23 Friedr. August Röbbelen  ab 1807
24 Joh. Friedrich Oelkers  ab 1813 
25 Heinr. Vilhelm Voßhage  ab 1820 
26 Dietrich Helberg  1855-1876 
27 August Seper  1876-1906 
28 Heinr. Kölling  seit 1906 

Konrektoren

01 Johann Köler                                                   bis 1651     
02 Franz Erich Linekogel  bis 1655
03 Karl Fischer  bis 1656
04 Heinr. Olem  bis 1659
05 Herm. Creth  bis 1660
06 Christoph Petri  bis 1677
07 Justus Pleiß (nachher Rektor)  bis 1686 
08 Georg Rese  bis 1692
09 Joh. Christian Lange  bis 1713
10 Joh. Fanter  bis 1718
11 Adolf Marhenke  seit 1928

Kantoren

01 Johann Matthias Kahle                                      1718-1752

 Von 1751-1801 war die Stelle nicht besetzt

02 Johann Heinr. Friedr. Elbe                                 1801-1822

Von 1822-1907 wurde der Kantordienst vom jeweiligen Rektor versehen, dann wurde der 2. Lehrer Kantor.

Organisten

01 Johann Jeinsen                                                 ab 1622   
02 Johann Saggitarius (Lehrer) ab 1642
03 Christoph Grimm ab 1668
04 Joh. Otto Ostmann ab 1681
05 Joh. Georg Kramer ab 1718
06 Georg Aug. Ludwig Oelkers ab 1786
07 Georg August Oelkers (Sohn von 06) ab 1820
08 Ziesenis etwa 1850
09 Wilhelm Grußendorf (1) ab 1854
10 Wilhelm Schramme 1891-1922

(1) Ging 1885 als Lehrer ab, behielt aber den Kirchendienst noch bis 1891

Die Rektoren waren die 1. Lehrer, die Organisten bzw. die Konrektoren und die Kantoren hatten die 2. Schulstelle inne. W. Schramme wurde 1885 zweiter Lehrer, aber erst 1891 auch Organist. Als der damalige Rektor Seper aus Gesundheitsrücksichten 1902 die erste Lehrerstelle aufgab und die 3. Klasse übernahm, wurde Schramme 1. Lehrer (bis 1922).

Dritte Lehrer

Bertefeld                                                                bis 1850
Deppe bis 1876
Mönkmeyer  bis 1878
Schramme bis 1882
Osterwald bis 1886 (gest. in Gronau)

Vierte Lehrer

Biermann                                                                ab 1881
Ohe ab 1885
Bödeker ab 1886
Lämmerhirt ab 1890

 

 Im Jahre 1897 wurde die Einstufung der Lehrer nach Stellen aufgehoben, sie wurden einfach als "Lehrer in Gronau" angestellt und erhielten eine Schulstelle überwiesen. Da die Schülerzahl sehr wuchs und die Klassenbesucherzahl herabgesetzt ward, waren neue Klassen nötig. Es wurden von 1900-1930 noch eine 5., 6., und 7. Klasse eingerichtet. Außer den bereits genannten Lehrern waren an der Volksschule tätig:

Lehrer

Burgdorf ab 1901 (später an d. 1. Schulabteilung), Hermann ab 1902, Heinemann ab 1904, Bade ab 1907, Dörpmund ab 1908, Marhenke ab 1912, Meine ab 1913, Brase ab 1914, Wille ab 1913, Daab ab 1915, Kurmeyer ab 1919, Beckmann ab 1921, Wiehenkel ab 1923, Deville ab 1923, W. Hake ab 1927, Reineke ab 1928, Weber ab 1928. (Die nur vorübergehend beschäftigten Lehrer sind nicht aufgeführt). Am Weltkriege nahmen von Gronau aus teil: Marhenke, Meine, Wille, Brase.

 

Lehrerinnen

Wilhelmine Schimmel (hauptsächlich Handarbeitslehrerin), Elisabeth Reinbeck, Margarete Friedrich, Beatrice Ernst, Hanna Schütze, Margarete Huch, Auguste Klaaßen, Lina Bergmann, Frau Gertrud Kölling. 

Von Ihnen gingen M. Huch und A. Klaaßen an die Gehobene Schulabteilung über, die letztgenannte 1929 an die Kreismittelschule. 

 

Die Gehobene Schulabteilung

Leiter

Cand. phil. Hilmer 1882-1883, cand. theol. Vogt bis 1888, cand. theol. Senshorn bis 1890, cand. theol. Wolperding bis 1893, cand. theol. Kleine bis 1902, von 1902-1929 der Rektor der Volksschule H. Kölling.

Lehrer

Falke ab 1882, Hilmer ab 1898, Bolze ab 1898, Rordhoff ab 1890, Mußmann ab 1890, U. Hake ab 1902, Burgdorf ab 1903, Fleischer ab 1904, Denecke ab 1904, Schirmer ab 1906, Aumüller ab 1910, Siep ab 1912, Schaper ab 1913, Bumer ab 1920. - Von ihnen gingen später als Rektoren: Falke nach Alfeld, Mußmann nach Badenstedt, Bolze nach Bockenem. Am Weltkriege nahmen Siep und Schaper teil; letzter ist 1918 gefallen.

 

Lehrerinnen

Martha Roehl, Martha Buffernius, Emma Hinze, Marie Niemeyer, Martha Munke, Margarete Huch und Auguste Klaaßen.

 

Die Unterrichtsräume befanden sich bis zum Jahre 1831 in dem am Kirchplatze gelegenen, jetzt Reese, Riefenstahl und Brandes gehörenden Wohnhäusern, die zugleich auch die Lehrerwohnungen enthielten. Im Jahre 1831 wurde am Markt ein neues Schulgebäude errichtet, das heutige Rathaus (jetzt Verwaltungsgebäude II). Es hatte 3 Klassenräume, 2 Familienwohnungen für verheiratete und eine kleine Wohnung für einen unverheirateten Lehrer. Aber bereits nach wenigen Jahrzehnten erwiesen sich die Räumlichkeiten für die ständig wachsende Schülerzahl als zu klein. In den 1870er Jahren besuchten rund 80 Schüler die 1., 80 die 2. und 120 die dritte Klasse, sodaß die Gesamtschülerzahl bald an 300 heranreichte. Es konnte nicht einmal jedes Kind einen Sitzplatz bekommen! Als dann 1881 noch ein vierter Lehrer angestellt wurde, mußte eine Klasse anderswo untergebracht werden; man richtete einen Raum im Hintergebäude des Brunotteschen Hauses dafür ein. Schließlich schuf man einige Abhilfe, in dem man den Lehrern Privatwohnungen anwies und die dadurch freigewordenen Räume als Schulzimmer benutzte; nur die Wohnungen des vierten Lehrers und des Schulwärters blieben im Schulhause. Nun konnte auch die Privatschule, die bisher in gemieteten Räumen untergebracht war, in den freien Lehrerwohnungen Unterkunft finden.

Volksschule 1Aber auch diese Regelung blieb ein Notbehelf. Die Schülerzahl wuchs weiter, und die Schulräume entsprachen in Größe, Luft und Licht nicht den gesundheitlichen Anforderungen. Daher sah sich die Stadt genötigt, ein neues, großes zeitgemäßes Schulhaus zu erbauen. Im Jahre 1896 erstand an der Junkernstraße, nach dem Plane des Architekten Börgemann aus Hannover, ein neues Volksschulgebäude, das allen billigen Ansprüchen gerecht wurde und heute noch wird. Es bot Raum für die damals sechsklassig gewordene Volksschule, für die Gehobene Schulabteilung und außerdem auch für die Städtische Fortbildungsschule. Das alte Schulgebäude am Markte wurde als Rathaus und Stadtsparkasse eingerichtet.

 

Die Kreismittelschule

Realschue 1928Schon wiederholt war in der Einwohnerschaft von Stadt und Kreis Gronau der Wunsch nach einer Schule mit weitergehender, abgerundeter Bildungsmöglichkeit laut geworden. Nach mehreren vergeblichen Anläufen kam es endlich im Jahre 1928 zu einer Entscheidung: die Städte Elze und Gronau hatten sich bereit erklärt, im Falle der Errichtung einer solchen gehobenen Schule einen entsprechenden Platz zur Verfügung zu stellen und sowohl die Hälfte der Bau- wie auch der aduernden Unterhaltungskosten zu übernehmen; am 4. April 1928 entschied sich der Kreistag für den Bau einer Mittelschule und bestimmte als Schulort Gronau.

Die neue Kreismittelschule begann ihre Tätigkeit Ostern 1929; zu gleicher Zeit ließ man die nun überflüssige Gehobene Schulabteilung an der Volksschule eingehen. Doch fand zunächst noch der Unterricht an der Volksschule statt, bis das eigene Heim der Mittelschule fertiggestellt war. Das war zu Anfang des Jahres 1930 der Fall. Da erhob sich am Bantelner Wege vor dem Leintor ein nach außen höchst ansehnliches, im Innern lichtes, geräumiges, mit allen neuzeitlichen Unterrichtsmitteln vorzüglich ausgestattetes Schulhaus, das seine hohe Aufgabe der Jugenderziehung und -bildung wohl zu erfüllen imstande ist. Am 8. März 1930 wurde es im Beisein Staats-, Kreis- und Stadtbehörden und einer großen Zahl von Kreiseingesessenen feierlich eingeweiht.

Träger der Mittelschule ist der Kreis Gronau, doch hat die Stadt die Hälfte der Baukosten bezahlt und trägt dauernd die Hälfte der laufenden Kosten. Die Anstalt hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens recht günstig entwickelt. Am 1. Mai 1931 besuchten sie 99 Schüler und 68 Schülerinnen. Der heutige Lehrkörper setzt sich zusammen aus dem Rektor Dr. Schallas, dem Konrektor Siep, den Mittelschullehrern Bunner, Schulte-Tillmann, Held und den Mittelschullehrerinnen Auguste Klaaßen und Erna Brennecke. Außerdem erteilen Turnlehrer Karl Deville und Handarbeitslehrerin Lina Bergmann von der Volksschule den Turn- bzw. Handarbeitsunterricht.

Als staatlich anerkannte Vollanstalt mit 6 Vollklassen führt die Kreismittelschule Gronau ihre Schüler zur sogenannten "Mittleren Reife", womit verschiedene Berechtigungen verbunden sind. So können die Schüler, denen das Zeugnis der Mittleren Reife zuerkannt ist, im Bankwesen, im Büro- und Postdienst Stellung finden oder im Maschinenbau-, staatlich höhere Gärtner-, Landwirtschafts- oder Fortlehrlingsschule besuchen. Da sie in Kurzschrift und Maschinenschreiben unterrichtet werden, dürfen sie ohne besondere Aufnahmeprüfung auf eine höhere Handelsschule übergehen. Die Mädchen erhalten eine Fortbildung, die sie befähigt, Gewerbelehrerin, Haushaltungslehrerin usw. zu werden. Für Schüler, die eine höhere Lehranstalt besuchen wollen, ist von der 2. und 1. Klasse der Übergang auf eine Oberrealschule oder eine höhere Mädchenschule möglich. 

Die katholische Volksschule

Die heutige katholische Volksschule der Stadt Gronau ist aus einer ehemaligen Klosterschule entstanden. Als im Jahre 1680 die Dominikaner hier ein Kloster erbauten, richteten sie in dem einen Flügel des Gebäudes auch eine Schule für die Kinder der katholischen Gemeindemitglieder ein. Dort blieb sie auch in dem Klosterneubau vom Jahre 1715, der infolge der großen Feuersbrunst des Jahres 1703 notwendig geworden war. Die Ordensbrüder erteilten den Unterricht.

Die Aufhebung der Klöster, die zwar für das Gronauer Dominikanerkloster erst 1812 durch  die westfälische Regierung erfolgte, brachte es doch schon 1808 mit sich, daß die bisherige Klosterschule in eine Art Pfarrschule wenn auch nicht im gesetzlichen Sinne umgewandelt wurde, d. h. den Unterricht erteilte ein weltlicher Lehrer unter Aufsicht des Pfarrers; auch dürfte die Pfarre unterhaltungspflichtig gewesen sein. Dieser Zustand dauerte bis zur allgemeinen staatlichen Neuregelung des Schulwesens.

Entsprechend der Mitgliederzahl der katholischen Gemeinde war die Schule bis zum Jahre 1896 einklassig. Dann ergab sich aber - bei 109 Schulkindern! - die Notwendigkeit, zwei Lehrer anzustellen und 2 Klassen einzurichten; doch schon wenige Jahre später, 1903, als 131 Kinder die Schule besuchten, mußte eine dritte Klasse hinzugefügt werden. Die Lehrerzahl blieb jedoch dieselbe. Gegenwärtig zählt die Schule 70 Kinder. Seit 1806 haben an der Schule gewirkt:

 

1.Lehrer

01 Johannes Albrecht                            1806-1847

Albrecht muss ein besonders tüchtiger und geachteter Lehrer gewesen sein; denn sein Grabstein auf dem kath. Friedhof trägt die Inschrift: "Errichtet von seinen Schülern und Freunden aller Konfessionen der Stadt".

02 Werner Friderici                               1847-1855
03 Kleine  (zur Vertretung)
04 Ludwig Baasch  1856(?)-1886
05 Hildebrand  1886 (zur Vertretung)
06 J. Lehne  1886-1887
07 C. Rudolf  1897-1897
08 Johannes Sänger  1897-1903
09 Bernhard Feindt  1903-1929
10 Josef Gildener  seit 1929

2. Lehrer

01 C. Rudolf (Sohn von obigen              1896-1900 
02 Fräulein Trümper  1900 (zur Vertretung) 
03 Bernhard Feindt  1900-1903
04 Karl Bothmer  1903-1916
05 Anton Werner  1916-1919
06 Wilhelm Behre  1919 (zur Vertretung)
07 Karl Baule  1919-1920
08 Theodor Rütsen  1920 (zur Vertretung)
09 Karl Buhtz  1920-1921
10 Josef Gpkdeber  1921-1930
11 Josef Schlotterhose  1929-1930 
12 Andreas Eggers  seit 1930 

 

Die Landwirtschaftsschule

Landwirtschaftsschule 2Um seiner vorwiegend landwirtschaftlichen Bevölkerung Gelegenheit zu einer erweiterten Schulausbildung zu geben, gründete der Kreis Gronau in der Kreishauptstadt im Jahre 1895 eine Landwirtschaftsschule. Der Unterricht findet hauptsächlich in Winterhalbjahr statt, jeder Lehrgang umfaßt 2 solcher Winterhalbjahre. Die jungen Landwirte werden außer in den eigentlichen Berufsfächern (Tier- und Pflanzenkunde, Düngungslehre, Obst- und Gemüsebau), in Physik und Chemie als für die neuzeitliche Landwirtschaft grundlegenden Wissensgebieten, sowie in den allgemeinen Bildungsfächern Deutsch, Rechnen, Buchführung, Landmessen, Staatsbürgerkunde und Religion unterwiesen.

Die Anstalt erfreut sich nicht nur aus dem Kreise Gronau selbst, sondern auch aus den Nachbargebieten recht guten Besuches. Durchschnittlich betrug die Schülerzahl im Halbjahr 43. Die Schulräume befinden sich an der Junkernstraße in einem früher der Familie Bock von Wülfingen , jetzt städtischem Hause, das schon in den 1870er Jahren die Felsbergsche Privatschule beherbergt hatte. Den wachsenden Aufgaben der Landwirtschaftsschule vermochten die Räumlichkeiten zuletzt nicht mehr zu genügen. So wurde im Jahre 1930 ein Ausbau vorgenommen, der die Wirkungsmöglichkeiten der Anstalt in jeder Hinsicht nicht unbeträchtlich erweiterte.

Geleitet wird die Schule von einem Direktor (Landwirtschaftsrat), zeitweise waren außer ihm auch andere Fachlehrer tätig Im übrigen unterrichteten nebenamtlich geeignete Persönlichkeiten aus Stadt und Kreis Gronau, so einige Volksschullehrer, der ev. Pfarrer, ein Tierarzt, ein Katasterbeamter, ein Wegemeister, ein Förster. Als Schulleiter - denen im Sommer eine umfangreiche Beratung der heimischen Landwirtschaft obliegt - wirkten: Blaß 1895-1901, Risse 1901-1907, Rauß 1907-1916, Lomberg 1916-1925, Brehm seit 1925.

Die Landwirtschaftsschule Gronau wird jetzt, wie alle derartigen Anstalten, von der Landwirtschaftskammer der Provinz Hannover getragen, aber vom Kreise und der Stadt unterstützt und ist einem von diesen gebildeten, besonderen Schulabschluß unterstellt.

Die Städtische Berufsschule

In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts riefen wohlmeinende Gronauer Bürger eine sogenannte "Abendschule" ins Leben. Ihr Zweck war, den schulentlassenen jungen Leuten eine Ergänzung ihrer Volksschulbildung zu vermitteln, und zwar mit Rücksicht auf die Erfordernisse des täglichen Lebens. Sie wurde von etwa 20 Schülern aller Berufsstände freiwillig besucht. Im Jahre 1893 erfolgte die Umwandlung dieser Abendschule in eine Pflichtfortbildungsschule, die bald danach staatlicher Aufsicht, dem preußischem Handelsministerium, unterstellt wurde. Als solche führt sie heute den Namen "Städtische Berufsschule". Die Schulpflicht ist durch Gesetz festgelegt und dauert vom 14. bis zum 18. Lebensjahr, erfaßt aber nur die männliche Jugend. Natürlicherweise stieg infolge der Schulpflicht die Besucherzahl rasch an /bis auf 100). Anfänglich wurde in 2, seit 1913 wird in 3 Klassen unterrichtet, und zwar in den folgenden Fächern: Deutsch, Kurzschrift, Rechnen, Raumlehre, Materialkunde, gewerbl. Fachzeichnen, Buchführung, Berufskunde und Staatsbürgerkunde. Die Schulräume stehen in der ev. Volksschule zur Verfügung.

Leiter der Berufsschule waren Rektor Seper (bis 1893), Lehrer Schramme (bis 1920), Lehrer Marhenke (seit 1920). Nebenamtlich unterrichteten die Lehrer Falke, Mußmann,  Rordhoff, Rudolf, Denecke, Lämmerhirt, Sänger, Wolze, Heinemann, Burgdorf, Feindt, Heitmann, Hake, Siep, Schaper, Marhenke, Kurmeyer, Bunner und Deville, sowie Malermeister Zelle, Zimmermeister Schwertfeger und Tischlermeister Klüber.

Vom Kreisausschuß des Kreises Gronau wurden im Jahre 1929 zunächst im evangelischem Gemeindehause und später im städtischen Schulgebäude abendliche Näh-Lehrgänge für die Wintermonate eingerichtet. Sie sind als ein Teil der weiblichen Jugendpflege gedacht und daher der Kreisjugendpflegerin (zur Zeit Schwester Gertrud Leidner) unterstellt; den Unterricht selbst leitet Frau Dora Steinhoff. An diesen Lehrgängen haben bislang durchschnittlich je 30 Schülerinnen teilgenommen, und sie versprechen, sich auch weiterhin günstig zu entwickeln.

Die sonstigen schulähnlichen Einrichtungen in der Stadt, die Nähschule des evangelischen Bundes sowie die Nähschule und die Kinderbewahranstalt der Barmherzigen Schwestern, sind bereits bei der Geschichte der Kirchen erwähnt worden.

Zusammenfassend darf man feststellen, daß Gronau für eine Kleinstadt von rund 3000 Einwohnern ein ungewöhnlich vielseitiges und gutes Schulwesen hat, auf das die Einwohnerschaft mit Recht stolz sein kann.

 

-Ende Teil 4-

 

Kommentare   

0 # Katrin Lützen 2016-05-21 12:47
Hallo.
Ich fand es sehr interessant hier über meinen Urgroßvater Adolf Marhenke zu lesen, auch wenn es nur ein Kommentar war.
Falls Sie noch einige Dokumente über ihn haben würde ich mich sehr freuen wenn sie Kontakt mit mir aufnehmen würden. ()
Viele Grüße
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